Was
Zeitmodelle (Arbeitszeitmodelle) helfen dir, arbeitsrechtliche und betriebliche Regeln sauber abzubilden.
Du kannst verschiedene Regeln definieren wie etwa die Zeit zwischen zwei Termineinteilungen vergehen muss, bevor dieselbe Person wieder eingeteilt werden darf, und welche Mindestpausenlänge mindestens einmal pro Woche vorkommen muss.
Darüber hinaus kannst du Arbeitszeiten über Zeitmodelle steuern: Du legst fest, an welchen Tagen wie viel gearbeitet wird. Daraus werden Soll-Stunden für Wochen und Monate berechnet und mit den Ist-Stunden verglichen. Unterschiedliche Stunden je Wochentag sorgen dafür, dass Feiertage, Urlaub und Zeitausgleich passend zum Soll der jeweiligen Wochentage abgerechnet werden können.
Für Organisationen, die Abwesenheiten schichtbezogen (Ausfallsprinzip nach Dienst) abbilden, kannst du pro Zeitmodell optional einen rotierenden Schichtplan verwenden. Statt einer einzigen festen Wochenstundentabelle definierst du dann Grundschichten, Wochen innerhalb eines Rotationszyklus und die erwarteten Stunden je Woche – passend zu wechselnden Schichtmustern.
Wer
Zeitmodelle kannst du als Admin der Organisation anlegen, bearbeiten und jedem Mitglied über die Anstellung zuordnen.
Wo
Unter Organisationseinstellungen → bei aktivierten Anstellungen den Punkt „Arbeitszeitmodelle verwenden“ aktivieren. Anschließend findest du im Tab „Mitglieder“ den Bereich „Arbeitszeitmodelle“, wo du neue Modelle erstellst und bestehende bearbeitest.
Wichtig für rotierende Pläne: Die Option „Rotierenden Schichtplan verwenden“ erscheint im Zeitmodell nur, wenn in den Organisationseinstellungen zur Zeitverwaltung bei „Arbeitszeit bei einer Abwesenheit“ das Ausfallsprinzip nach ausgefallenem Dienst gewählt ist (nicht die Variante, die den Tag nur über Arbeitszeitmodell und Anstellung bewertet). Passt das nicht zu eurem Setup, siehst du die Rotation im Modell nicht.
Wie
Ist „Arbeitszeitmodelle verwenden“ aktiv, wählst du bei jeder Anstellung ein Modell aus. Als Standardmodell markierte Zeitmodelle sind bei neuen Anstellungen vorausgewählt.
Klassisches Modell (feste Woche):
Du trägst die Stunden je Wochentag (Mo–So) ein – wie bisher. Daraus ergeben sich Wochensumme und Soll-Logik.
Modell mit rotierendem Schichtplan:
Du aktivierst „Rotierenden Schichtplan verwenden“. Dann blendet die Oberfläche die einfache Mo–So-Stundentabelle aus und zeigt stattdessen den Editor für den rotierenden Schichtplan. Dort legst du u. a. fest:
- Grundschichten – Namen, Tage, Von/Bis, Pausen, optional Über-Mitternacht-Schichten, Pausen-Ausnahmen
- Wochen im Rotationsplan – Position im Zyklus, Name, erwartete Stunden je Wochentag für diese Schichtwoche, Zuordnung zu Grundschichten und Tagen
- optional mehrere Versionen des Plans mit Gültig ab / bis (für Zeitstrahl-Änderungen)
Für die Berechnung (Soll, Abgleich mit Ist, Abwesenheiten) gelten die gleichen Voraussetzungen wie zuvor: Die Organisation muss die Arbeitszeitberechnung so nutzen, dass die Zeitmodell-Daten überhaupt ausgewertet werden – sonst wirken die Eingaben nicht in den Auswertungen.
Anstellung und Rotation: Verwendet das gewählte Zeitmodell einen rotierenden Plan, kannst du bei der Anstellung zusätzlich die Startrotationswoche setzen – also mit welcher Woche im Zyklus die Person für die Zuordnung von Soll und Schichtlogik einsteigt. So können zwei Personen dasselbe Modell nutzen, aber in unterschiedlichen Phasen der Rotation starten.

Pausenregeln
Du kannst Ruhezeit zwischen zwei Schichten und eine einmalige Ruheperiode pro Woche definieren. Werden die Regeln nicht eingehalten, zeigt die Listenansicht eine Warnung; beim Klick siehst du, welche Schichten zu nah beieinander liegen.

Werden Pausenregeln nicht eingehalten, wird in der Listenansicht entsprechend eine Warnung angezeigt.

Wird auf die Warnung gedrückt, wird angezeigt welche Schichten zu nahe aneinander liegen.

Arbeitszeiten
- Ohne Rotation: Stunden pro Wochentag wie gewohnt – Grundlage für Soll und Abgleich.
- Mit Rotation: Soll-Stunden und Schichtstruktur kommen aus dem Rotationsplan (Wochen im Zyklus, erwartete Stunden, Grundschichten).
Abwesenheit an einem Tag ohne geplanten Dienst: Wenn ihr das Ausfallsprinzip nutzt, kannst du in den Abwesenheits-Einstellungen u. a. festlegen, ob bei noch nicht geplantem Dienst feste Sollwerte aus dem Rotationsdienstplan verwendet werden – sinnvoll, wenn die Rotation euer „Soll-Gerüst“ liefert.
Dabei werden die Einstellungen für die Arbeitszeitberechnung nur hergezogen wenn es in den Organisationseinstellungen aktiviert ist. 

Eingabe der Soll-Stunden für jeden Wochentag
Kurz:
Du nutzt Zeitmodelle wie bisher für Pausen- und Arbeitszeitlogik – und kannst bei schichtbezogener Abwesenheitslogik zusätzlich rotierende Schichtpläne im Modell pflegen, inklusive Startrotationswoche in der Anstellung.
Welche Tutorials gibt es dazu
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